…und was für eine 🙂 Durch das Buch „Führen mit Hirn“ von Sebastian Purps Pardigol erfuhr ich von einer Bäckerei, die in Berlin-Neukölln seit 1981 ökologisch bäckt und seit 1992 sogar nach den sehr harten Demeter-Richtlinien. Das ist zwar schon beeindruckend, aber noch nicht wirklich außergewöhnlich.

Street-Art-Kunst in der Backstube

Das Besondere an der Bäckerei Märkisches Landbrot ist die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens auf Nachhaltigkeit. Das fängt bei der Fassadenbegrünung an, geht über den Gebäude-Vollwärmeschutz und die Photo-Voltaik-Anlage auf dem Dach bis zum eigenen Brunnen. Und damit nicht genug: Es wird sehr genau darauf geachtet, die regionalen Bauern als Lieferanten zu nutzen und mit ihnen auch direkt jährlich die Getreidepreise auszuhandeln. Es gilt das Motto: „Leben und leben lassen.“

In den Fluren hängen viele Urkunden für großartige Produkte und nachhaltige Leistungen

Gewinn, den der Betrieb erwirtschaftet, verbleibt im Unternehmen und wird z.B. an die Mitarbeiter ausgeschüttet, in die Firma reinvestiert oder es werden Bauern unterstützt, damit deren Landwirtschaft weiterhin nach Demeter-Regeln betrieben werden kann.

Märkisches Landbrot ist ein gutes Beispiel für ein Unternehmen, das seit Jahrzehnten trotz der anhaltenden „Geiz-ist-geil-Mentalität“ durch nachhaltige Produktion, umweltbewusstes Handeln und mitarbeiterorientierte Führung in einem stark umkämpften Markt bestehen kann.

Und was ist das Wichtigste an einer Bäckerei? Das Brot muss schmecken! Bei der Verkostung habe ich Unmengen Brot in mich hineingestopft – ich konnte einfach nicht aufhören. Einfach nur lecker 🙂

Heinz-Jürgen Baumann berichtet mit Sachkompetenz und Stolz über Märkisches Landbrot
Das ist… eine Bäckerei!
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