…das waren die Themen in der Digital Eatery am letzten Dienstagabend. Wissenskontor hatte mit Unterstützung von BVMW und Microsoft zu Impulsvorträgen und einer Podiumsdiskussion geladen.

„4.0“ ist ja mittlerweile in unterschiedlichen Kombinationen der omnipräsente Oberbegriff für alles Neue in der Wirtschaft und signalisiert Aufbruch und das „große Unbekannte“. Dementsprechend wurde natürlich fleissig gemutmaßt und analysiert.

IMG_1897Ich hörte viele bereits bekannte Antworten auf neue Fragen. Der Ruf nach mehr Flexibilisierung und Deregulierung am Arbeitsmarkt gepaart mit dem  Szenario der anderenfalls drohenden Arbeitsplatzvernichtung erzeugt mittlerweile bei mir nur noch Langeweile. Sind das wirklich die Konzepte, mit denen wir einer sich immer schneller vernetzenden Welt begegnen wollen? Wann gestehen wir uns ein, dass die Welt zu komplex für aufgewärmte Lösungen geworden ist und dass sie sich in einem rasenden Tempo verändert? Wann erkennen wir, dass Wachstum nicht unendlich ist?

Wie wäre es, wenn wir anfangen, die Welt mal „umgekehrt zu denken?“

Wir müssen uns die Frage beantworten, in welcher Gesellschaft wir leben möchten. Ist es die Gesellschaft, in der 20% der Jugendlichen in Armut leben sollen? Eine Gesellschaft, in der 50% aller Eigenkündigungen ausgesprochen werden, weil die Betroffenen den „Kanal voll haben“ von ihrem direkten Vorgesetzten?

Oft wird vergessen, dass die Wirtschaft der Gesellschaft dient – es ist NICHT umgekehrt. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, Menschen einen Sinn zu stiften. Und um dies auf Unternehmen zu übertragen: es ist NICHT der Sinn eines Unternehmens, immer wieder den Gewinn zu steigern. Es mag sein, dass dies ein ZIEL ist, aber der SINN ist es ganz sicher nicht. Der Sinn ist vielen Unternehmen abhanden gekommen. Sie begegnen dieser Situation mit „Unternehmenswerten“ – häufig von externen Agenturen erzeugt und völlig ohne Verbindung zu den eigenen Mitarbeitern. Parallel wird unter der Überschrift „CSR“ das soziale Image aufpoliert. Aber all das sind nur Trostpflaster, wenn der SINN des Unternehmens nicht klar ist und die Mitarbeiter ihn nicht verstehen.

In sinnstiftenden Unternehmen sieht die Welt anders aus: Mitarbeiter gestalten mit, können ihre Ressourcen einbringen und arbeiten aktiv an der Sinnerfüllung. Führungskräfte agieren in diesen Unternehmen als inspirierende Unterstützer. Sie sehen Führen als Dienstleistung – nicht als Privileg. Dass „ganz nebenbei“ Krankenstand und Fluktuation sinken und der Unternehmensgewinn steigt, zeigt wie produktiv dieser Weg ist.

Sie sind interessiert an Sinnstiftung? Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme ->

 

„Personal 4.0 und neue Arbeitswelt“…
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