…ich über die letzten zweieinhalb Jahre nachdenke, spüre ich tiefe Dankbarkeit.

Im November 2016 machten meine Frau und ich als Quereinsteiger im „schönsten Hotel Europas“ unsere ersten Schritte auf dem „Upstalsboom Weg“. Ich habe viel gelernt. Das operative Geschäft eines Hotels zu erleben und zu gestalten, ist von unschätzbarem Wert. Der intensive Kontakt zu den Gästen, den Mitarbeitenden und den Menschen im Umfeld des Hotels ließ mich mit dem Hotel verwachsen. Das Hotel wurde zu einer Art Familienmitglied. Mit allen Konsequenzen.

Bereits zu Beginn war offensichtlich, dass das Hotel einen schwierigen wirtschaftlichen Stand hat und dass der Ort, an dem es steht, ganz besondere Stärken hat, die es unbedingt herauszuarbeiten galt.

Was ist ein Optimist?

Die Idee, aus dem klassischen 4-Sterne-Hotel einen Rückzugsort im Sinne der Erzählung „Das Café am Rande der Welt“ zu machen, entstand Anfang 2018. Sie beflügelte meine Phantasie und gab mir Kraft, die schwierige Zeit der Schließung durchzuhalten. Ich entwarf ein Konzept und versuchte in vielen Gesprächen „Funken zu sprühen“. Erst langsam, dann immer stärker, stieß das Konzept auf Resonanz. Immer mehr Upstalsboomer begeisterten sich für die Idee. Und als ich begann, bei Vorträgen davon zu erzählen und über Facebook einen Aufruf machte, Ideen zur Gestaltung des Hotels einzureichen, kamen unglaublich viele Rückmeldungen. Das „Hotel am Rande der Welt“ trifft einen Nerv bei sehr vielen Menschen.

Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre…

Nun ist der PNR, der „Point of no return“, erreicht. Wunderbar, denn es gibt kein Zurück mehr zum klassischen Hotelbetrieb. Es geht nur noch nach Vorne. In eine Zukunft mit Substanz. Es wird ein Ort entstehen, an dem es um Werte- und nicht um Werbebotschaften geht. Ein Ort, der individuellen Raum für innere Freiheit, Zufriedenheit und Freude, Ruhe, Gelassenheit, Empathie und Klarheit schenkt.

Ein großes und kompetentes Team kümmert sich nun um die Umsetzung auf dem Deich in Wremen – und das mit viel persönlicher Unterstützung von Bodo Janssen.

Es ist also Zeit für mich, neue Projekte und Abenteuer zu suchen. Denn trotz der Tatsache, dass die Nordseeküste ihren eigenen Zauber hat und man hier die großartigsten Sonnenuntergänge erleben kann, ist sie nicht der Ort, an dem wir (meine Frau und ich) unseren Lebensabend verbringen möchten. Das Leben hält auch an anderen Orten noch viele Überraschungen bereit. Eine gute Gelegenheit, mal wieder grundsätzliche Fragen zu stellen:

Was ist mir wirklich, wirklich wichtig? Wofür bin ich auf diese Welt gekommen? Welchen Beitrag kann ich leisten, der anderen Menschen hilft?

Ich freue mich auf die Antworten, die in den nächsten Wochen zu mir kommen. Da ich überzeugter Optimist bin, kribbelt es mich schon überall :-))

P.S.: Der schöne „Wenn-Korb“ auf dem Foto ist ein Geschenk des Deichgraf-Teams zu unserem Abschied. Ganz lieben Dank! Ihr werdet IMMER Teil unseres Lebens sein und wir werden mit einem Lächeln an Euch denken!!

Wenn…
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